Eine Aktion der Lions Clubs Zimmerberg und Val Müstair.

Der einzige erhaltene frühmittelalterliche Freskenzyklus im Kloster St. Johann in Müstair ist einer der Hauptgründe für die Einreihung der Klosteranlage in die Liste der Weltkulturgüter der UNESCO. Speziell ist die Tatsache, dass es sich um zwei hintereinanderliegende Bildreihen handelt. Die frühere stammt aus der Gründerzeit des Klosters um das Jahr 800, die spätere aus den 12. Jahrhundert.

Die diesjährige Weihnachtskarte der befreundeten Lionsclubs Zimmerberg und Val Müstair zeigt die Gefangennahme des Johannes, dem Schutzpatron der Klosterkirche in Müstair.
Johannes wird von einem Schergen zum Gefängnis gebracht.

Die Fresken bedürfen der laufenden Hege und Pflege. Gegenwärtig ist die Mittelapsis eingerüstet und die Bilder sind dadurch für den Besucher der Klosterkirche nicht sichtbar. Nach der Süd- und der Nordapsis werden nun die Fresken der Mittelapsis gereinigt, restauriert und wissenschaftlich neu erfasst. Diese Arbeiten dürften insgesamt rund fünf Jahre dauern.

Seit 1984 unterstützen die beiden durch eine Jumelage verbundenen Lionsclubs Zimmerberg und Val Müstair die Finanzierung dieser Restaurierungsarbeiten. Der künstlerisch begabte Arzt und Lionsmitglied Dr. Rolf Gassmann interpretiert jedes Jahr eine der Fresken in der Klosterkirche. Das von ihm gemalte Bild dient jeweils als Vorlage für die Weihnachtskarten. Der Reinerlös wird der Stiftung Pro Kloster St Johann in Müstair überwiesen. Die mehr als dreissigjährige Activity hat weltweite Berühmtheit in der Lionsbewegung ausgelöst, insbesondere wegen ihrer Nachhaltigkeit.